Debra Austria - Hilfe für die Schmetterlingskinder
Schmetterlingskinder
Mit dem Begriff „Schmetterlingskinder“ bezeichnen wir die jüngsten Betroffenen einer folgenschweren, angeborenen und derzeit noch unheilbaren Hautkrankheit mit dem Namen Epidermolysis bullosa, kurz EB. Epidermolysis bullosa bedeutet in etwa blasenartige Ablösung der Oberhaut. Das klingt dramatisch und ist es auch, denn „Schmetterlingskinder“ haben eine Haut, so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings.
Epidermolysis bullosa
Bei der genetisch bedingten Krankheit der „Schmetterlingskinder“ kommt es bereits nach geringsten Belastungen der Haut zu Blasen- und Wundbildung am ganzen Körper. Blasen, Wunden und Narben sind aber nicht nur auf die äußere Haut beschränkt, sie treten auch an Schleimhäuten, also in Mund, Augen, Speiseröhre und im Magen-Darm-Trakt auf. Zu den Begleitumständen der EB zählen weiters Schmerzen durch offene Wunden, Juckreiz, Narbenbildung, Verwachsungen der Finger und Zehen, Karies mit Zahnverlust, Ernährungs- und Verdauungsprobleme sowie fallweise aggressiver Hautkrebs. Ein Leben mit EB ist eine große Herausforderung. Bei den schweren Formen der EB ist die Lebenserwartung verkürzt.
In Österreich sind rund 500 Menschen von EB betroffen, in ganz Europa etwa 30.000. Trotzdem zählt sie zu den seltenen Erkrankungen. Daher sind praktisch alle Maßnahmen und Aktivitäten für die „Schmetterlingskinder“ auf Spenden angewiesen.
DEBRA Austria
DEBRA Austria wurde 1995 als Selbsthilfegruppe von Betroffenen, Eltern betroffener Kinder und Ärzten gegründet. Heute bietet der gemeinnützige Verein betroffenen Menschen in Österreich, aber auch vielen Menschen aus benachbarten Ländern Hilfe, Unterstützung, Beratung und Information.
EB-Haus Austria
Auf Initiative der Selbsthilfeorganisation DEBRA Austria wurde im Herbst 2005 die weltweit erste Spezialklinik für „Schmetterlingskinder“ an den Salzburger Landeskliniken eröffnet. Seit nunmehr fünf Jahren ist in diesem Haus kompetente medizinische Versorgung für Menschen mit diesem schweren Schicksal möglich geworden. Zwei Ärztinnen und zwei Krankenschwestern betreuen große und kleine Patienten rund um die Uhr. Darüber hinaus forscht eine Gruppe junger Wissenschafter im EB-Haus an Therapieansätzen, die Linderung und Heilung bringen sollen. Auch wenn eine völlige Heilung noch nicht in Sicht ist, darf in sehr absehbarer Zeit – Mitte 2012 – mit dem Start einer Gen-Therapie gerechnet werden, bei der zumindest einzelne Hautstellen so „repariert“ werden, dass es zu keiner Blasenbildung mehr kommt.
Das EB-Haus Austria ist das weltweit erste Zentrum dieser Art und ist der Universitätsklinik für Dermatologie an den Salzburger Landeskliniken zugeordnet. Der Betrieb dieses Hauses, also Personal- und Sachkosten für Patientenversorgung, Forschung und Ausbildung, kostet derzeit rund 750.000,- Euro pro Jahr und kann nur durch private Spenden aufgebracht werden.
Ziel der Tätigkeit im EB-Haus Austria:
- Zukunftsorientierte medizinische Versorgung und Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen in der EB-Ambulanz (Leitung: Dr. Anja Diem).
- Forschung zur erfolgreichen Behandlung – Heilung bzw. Linderung der EB – durch Gen-therapie und andere zukunftsweisende Ansätze im EB-Labor (Leitung: Prof. Dr. Johann Bauer).
- Aus- und Weiterbildung sowie Vernetzung all jener Personen, die sich mit der Problematik der EB und anderen angeborener Hauterkrankungen beschäftigen, insbesondere Betroffene und deren Angehörige, Ärzte, Therapeuten, Pflegepersonal und Wissenschafter, in der EB-Akademie (Leitung: Dr. Gabriela Pohla-Gubo).
Bitte und Dank
Mit Ihrer Unterstützung kann das EB-Haus weitergeführt werden und es können Wege zur Heilung erforscht werden. Ihre Hilfe trägt auch dazu bei, dass besonders schwer betroffenen Familien direkt geholfen werden kann und so das Leben mit EB ein gutes Stück leichter erträglich wird.
Herzlichen Dank!
Kontakt:
Dr. Rainer Riedl
Am Heumarkt 27/3
1030 Wien
rainer [dot] riedl [at] debra-austria [dot] org
www.schmetterlingskinder.at
www.eb-haus.eu
Spenden:
Spendenkonto: PSK 90.000.096, BLZ 60.000
Lautend auf DEBRA Austria
Spenden sind steuerlich absetzbar




